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SCHÜTZENGESELLSCHAFT GOTTSBÜREN VON  1618
Sparte Schiesssport des TSV Hassia 1904 Gottsbüren eV

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Besuchern unseres Dorfes fällt als erstes der große gotische Kirchenbau auf, der für einen Ort mit knapp 1000 Einwohnern überdimensioniert erscheint. Dieses herausragende Wahrzeichen entstand während der Wallfahrtszeit. Ab dem Jahre 1330, als sich die Kunde verbreitete, man habe in Gotts- büren den Leichnam Christi gefunden, setzte eine Pilgerbewegung vor allem aus dem nord- deutschen und nordeuropäischen Raum ein, die viel Geld in den Ort brachte. Seit der Reformation dient die ehemalige Wallfahrtskirche als evangelische Pfarrkirche.

856

Erste urkundliche Erwähnung des Ortes in einer Schenkungsurkunde des Klosters Corvey als BURIA

1330

Beginn der Gottsbürener Wallfahrt - Es ist möglich, dass bereits zu diesem Zeitpunkt eine Schützengilde zum Schutz des Ortes bestand

1618

Landgraf Moritz von Hessen (der Gelehrte) gründet wegen drohenden Kriegsgefahr die Schützengesellschaft Gottsbüren

 1679 - 1699

Der landgräfliche Rentmeister zu Sababurg, Valentin Motz, ist 1.Schützenmeister in Gottsbüren

1679 / 1680

Den Gottsbürener Schützen werden auf Anordnung des Landgrafen Carl von Hessen-Kassel wegen Wilderns mehrfach die Waffen weggenommen

1791

Landgraf Wilhelm IX. von Hessen-Kassel genehmigt erneut den Gottsbürener Schüttenhoff, da dieses Fest “uralt und dem Andencken alter Zeiten und deutscher Treue für das Vaterland gewidmet “ sei

1813

Zum Ende der napoleonischen Kriege stiftet Kurfürst Wilhelm I. von Hessen- Kassel der Gemeinde Gottsbüren wegen der erwiesenen Treue eine seidene Schützenfahne

1834

Ein ausgewanderter Gottsbürener stiftet den Schützen zur Erinnerung eine große Tabakpfeife

1848

Bei den Gottsbürener Schützen kommt es zu heftigen Diskussionen über ihr Verhältnis zur Obrigkeit. Bei den Unruhen wird im Ort die kurfürstliche Ober- försterei beschädigt

1860

Ein Lehrer namens Wagner wird von der Schulaufsicht ermahnt, da er “auf dem Schützenfeste mehr getrunken hat, als ihm gebührte und in Folge dessen sein Betragen der Art gewesen ist, daß er allgemein Anstoß erregte.”

1897

Der erste Teil der noch heute erhaltenen Schützenhalle wird gebaut

1905

In der Protokollbüchern anderer Vereine ist die Existenz eines Schützenvereins nachweisbar

1934

Es existiert eine Schützenabteilung des 1875 gegründeten Kriegervereins (Kyffhäuser)

1939

Die Schützenfahne aus dem Jahr 1813 wird von den Nationalsozialisten als Freiheitsfahne neu “geweiht”

1942

Der Schützenplatz mit der Halle wird von einer “Interessenten - Gemeinschaft” an die Gemeinde Gottsbüren verkauft

1945

Sämtliche Hinweise auf das Schützenwesen in Gottsbüren werden beim Einmarsch der amerikanischen Truppen venichtet oder als Kriegsbeute beschlagnahmt

1952

Gründung des Schützenvereins “Reinhardswald” Gottsbüren

1969

Einstellung der Vereinsarbeit und Auflösung

1971

Gründung der Sparte “Schießsport” des TSV Hassia 1904 Gottsbüren - Als neuer 1. Schützenmeister wird Peter Heib gewählt

1986

Beginn der Forschungsarbeiten zur Gottsbürener Schützengeschichte

1993

375-Jahr-Feier mit Kreisschützenfest -  Die Sparte “Schießsport” führt jetzt die Bezeichnung “Schützengesellschaft Gottsbüren von 1618 - Sparte Schießsport des TSV Hassia 1904 Gottsbüren e.V.”

1995

Fertigstellung einer modernen Schießsport-Anlage für Luftdruckwaffen und Faustfeuerwaffen bis Kaliber .38. Die Wettkämpfe können im Aufenthaltsraum über Monitor verfolgt werden.

1995

Teilnahme am 12. Bundestreffen der ältesten deutschen Schützengesellschaften im Deutschen Schützenbund, das vom 30. Juni bis 2.Juli in Goslar durchgeführt wurde

1997

Beim 13. Bundestreffen in Datteln erringt Edgar Menke die von der Schützen- gesellschaft Goslar gestiftete Bundes-Ehrenkette

2001

Peter Heib ist seit 30 Jahren Spartenleiter und  1.Schützenmeister -  Frank Seitz gewinnt bei der Hess.Landesmeisterschaft die Silbermedaille in der Disziplin Luftgewehr und bei der Deutschen Meisterschaft zwei Bronzemedaillen. Dies ist der bisher größte Sporterfolg unseres Vereins.

2002

Frank Seitz gewinnt bei  der Hessischen Landesmeisterschaft die Goldmedaille in der Disziplin Luftgewehr

Teilnahme am 15. Bundestreffen der ältesten deutschen Schützengesellschaften im Deutschen Schützenbund in Duderstadt

2004

100-Jahr-Feier des TSV Hassia Gottsbüren 1904 e.V. mit Kreisschützenfest.  Bei der Hessenmeisterschaft gewinnt Frank Seitz die Bronzemedaille. Edgar Menke wird zum Kreisschützenmeister des Schützenkreises Hofgeismar gewählt.

2005

Teilnahme am 16. Bundestreffen der ältesten deutschen Schützengesellschaften im Deutschen Schützenbund in Uelzen - 3 Stunden Festzug bei Starkregen !

 

Die vorstehenden Daten sind durch vorhandene Quellen gesichert

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